Tag 6 Sturm und Regen - Montesano

...wie würde Hape sagen...“das war beschiissen heute, ganz beschiissen“. 
Der Tag fing noch gut an, leckeres Frühstück (warmer Toast mit Erdbeeren und Sahne ohne Ende)...nach 6 gefahrenen Kilometern rief Leo mich an „Dirk, you have forgotten your bottles“. Leo hat sich ins Auto gesetzt und sie mir nachgebracht, super 👍. Ab Kilometer 20 kam dann Regen auf und der Wind wurde immer stürmischer. Leo hatte es gut gemeint und mir eine Alternativroute durch die Berge gezeigt. Sie war so einsam, das ich mich gefragt habe, ob ich sie nicht alle auf den Zaun habe, hier in der Wildnis alleine mit dem Rad zu fahren. Spannend war auch zu sehen, ob die wenigen 🏠 Grundstücke eingezäunt waren, wenn der übergroße Bello auf der Jagd nach mir war, ist es die Farbe rot, die sie aggressiv gemacht haben? I don‘t know. Die letzten 15 km waren dann die besten, eigentlich etwas bergab, aber so ein Sturm, das die 120 Kilo mit 13-17 km/h durch die Gegend geeiert sind😬. Ich hatte einfach die Schn.... voll, 80 km nur ⛈. Aber das war es noch nicht. 
Angekommen wollte ich die Unterkunft bezahlen, aber it does not works. Karte gesperrt. Da kommen sofort klasse Gefühle auf...alleine, kein Cash, keine Karte...jipiii. Zum Glück habe ich noch eine zweite mit, die hat funktioniert. Das Rätsels Lösung, nach telefonischer Nachfrage hat das Unternehmen die Karte gesperrt, weil ich US-Umsätze habe und das nicht zu mir passt. Mal schauen, was sonst so noch nicht passt.
Montesano ist ein 3000 Seelen-Kaff, Buzz Osborne ist hier zur Schule gegangen. Das ich mittlerweile tiefer ins Land vorstoße sehe ich daran, das die Autos größer und die Zähne schlechter werden. America first sollte sicher „first zum Dentist“ heißen. Dafür sind hier die Bankgebäude üppig, Kapitalismus pur.

Ich hoffe, der Wind dreht morgen, ansonsten wird es noch einmal so heavy wie heute. Morgen erreiche ich die Küste. Bay Center ist das Ziel.