Tag 19 - Die Highlands in Manchester oder Roller Coaster an der Küste

Es war ja eigentlich klar, nach so schönen Tagen wie die letzten beiden, musste es ja mal wieder anders werden. Der Morgen war noch entspannt, ich habe wieder einmal ewig gefrühstückt, bin dann noch zum Meer und habe dort noch eine Weile gesessen. Alles sah nach einem entspannten Tag aus...🙄.


Gegen 11 Uhr bin ich dann los. Der MacKerricher Nationalpark ist sehr zu empfehlen, bis jetzt der beste und sauberste. Von der besonderen Lage ganz zu schweigen.

Kaum auf der Straße...der Wind bläst mir ins Gesicht...na, das fängt ja gut an. Trotzdem ging es noch ganz gut los und wen habe ich jetzt zum vierten Mal getroffen, die Jungs aus Seattle. Wir haben erst einmal herzlich gelacht und ein bisschen gequatscht. Sie haben mir gesagt, das eine Gruppe von 150 Leuten einen Tag vor uns sind. I am sure, we catch them😉


Aber dann...die Steigungen wurden immer giftiger, nicht lange, immer so 300 - 800 Meter...aber immer wieder, wie ein niemals endender Roller-Coaster. Das sind kleine Nadelstiche, die ersten 50 gehen noch, aber irgendwann tut es weh. Dann kam Nebel auf, so müssen die Highlands sein, dazu dann noch der kalte Seiten- und Gegenwind. Nach der 100sten Steigung kam dann laut Buch die steilste Stelle auf der gesamten Pazifik-Strecke. Ich habe gedacht, meine Kette reißt mir, so dermaßen musste ich ziehen und zerren, damit ich nicht umfalle. 3 Meter musste ich dann doch schieben, es war aber so steil, das dieses fast schon nicht mehr ging, unbelieving😂. Von der schönen Küste rechts von mir und der Landschaft links von mir, konnte ich so gut wie nichts sehen, alles ist im „fog“ verschwunden.


Auf der Strecke gab es so gut wie keinen Ort, nur in ELK gab es eine kleine Möglichkeit einzukaufen, die ich verstrichen lassen habe. Nach 4 Stunden Quälerei, bin ich dann in Manchester angekommen. 

Highlight hier...eine Wärmelampe in der Dusche. Da ich erst zu dumm war, die 🚿 richtig warm einzustellen (Hebel ist nicht gleich Hebel🙄), war die Lampe wärmer als das Wasser. Aber irgendwie habe ich dann doch noch heiß duschen können. Danach mache ich die Tür auf und siehe da, wer lugt da hervor? Nein, nicht Heidi Klum, die ☀️. Schön, doch noch ein paar warme Strahlen, also sofort auf zum Meer, über einen Trail. Dort hat mich erst einmal ein Reh angeschaut, was ich denn da wohl zu suchen habe. Auf dem Weg zum Campground hat mich dann eine Angstellte vom Platz in ihrem Golfmobil mitgenommen😄.


Jetzt wird noch Wäsche gewaschen, essen und ein Feuerchen gemacht.


Morgen steht ebenfalls ein schwieriger Tag an, nur 40 km länger als heute😬