Tag 21 - Samuel State Park - die Grusel-Nacht

2:45 Uhr...und es raschelt im Zelt, gar nicht mal leise. So bin ich aufgewacht. Erst fährt einem der Schrecken in die Glieder. Ich habe erst einmal meine Lampe gesucht, dann gefunden und Licht im Zelt gemacht. Das Geräusch blieb, wurde sogar lauter. Dann habe ich den Reißverschluss vom Zelt zum Vorzelt aufgemacht und traue meinen Augen nicht. Eine meiner Packtaschen wird gerade aus dem Vorzelt gezogen. Ich konnte sie gerade noch zurückziehen und in das Hauptzelt retten. Dann höre ich eine weibliche Stinme aus dem off, das ein raccoon war. Der war so groß, das er sogar den Schrank, in dem man seine Essensvorräte legt, aufgemacht hat, obwohl die Tür sich nicht leicht öffenen ließ. Bei Marianne, das war die Stimme, eine Französin, hat er das Minuten vorher gemacht und sie hat ihn dann bei mir am  ⛺️ gesehen...spooky😬

Der eigentliche Tag fing an mit...🌧🌧🌧...und ich habe Carsten vorher noch geschrieben, das kühle Wetter ist nicht schlimm, ist ja trocken😂. Ich bin froh, das ich da eine gute Ausrüstung habe, die Regenjacke ist top. 

Die Gegend um die Bay ist ein Traum, sehr hügelig, saftiges grün überall. In einer der wenigen kleinen Dörfer auf der Strecke, Point Reyes Station, konnte ich 10 km vor dem Samuel State Park noch einkaufen und habe auf der Bank auf dem Bild gesessen und mich für für letzten Kilometer noch gestärkt, heute nur 76 km, die es aber wieder in sich hatten.

Gegen dem frühen Nachmittag würde es wärmer und es kam sogar leicht die ☀️ raus. Den Campground zu finden war dann gar nicht so leicht. Kaum ausgeschildert wollte mich meine App immer woanders hinschicken. So bin ich kreuz und quer gefahren, habe ihn aber nicht gefunden. Dann kam mir Marianne entgegen. Ich habe ihr gesagt, das sie falsch fährt und ich jetzt glaube, den richtigen Weg gefunden zu haben. Sie wollte mir aber nicht folgen. Auf dem Weg dorthin habe ich noch gedacht ...“siehste, man soll nicht immer auf die Frauen hören😉“...und wer war eher da...SIE🙄. Dazu fährt sie mit weniger Gepäck und hat die noch durchdachtere Ausrüstung🧐.

Hier übernachte ich für 7 Dollar, wieder total schön gelegen. Mit Marianne, die mit ihrer Freundin als Paar zusammenlebt, habe ich jetzt den Abend verbracht. In Frankreich ist es als gleichgeschlechtliches Paar nicht so leicht, wie man sich das denken könnte. 

Sie fliegt am Montag wieder heim nach Paris, hat aber noch bis zum 1.10 frei von der Arbeit genommen...irgendetwas mache ich dann doch falsch. 

Morgen geht es über die Golden Gate Bridge Richtung Half Moon Bay.