Tag 24 Monterey ...bloody headwind

Ich sitze hier auf der Hotelveranda und habe morgen meinen ersten Ruhetag, deswegen der Jubel😉. Ich brauche ihn auch, das habe ich heute gemerkt. Es waren nur 67km und 770 Höhenmeter, aber...derWindhat nach 20km gedreht und dann kam er von vorne, headwind, wie man hier sagt. Es war kein Wind mehr, fast schon Sturm, man hat das Gefühl, gehen eine Wand zu fahren, gegen die Natur ist derMenschecht eine Nichtigkeit. Die Strecke von Santa Cruz nach Monterey war trotzdem schön. Meistens „inland“, vorbei an kilometerlangen Erdbeerfeldern, die so lecker geduftet haben. Ich habe mich abernichtgetraut, welche zu stibitzen, weil überall Erntehelfer unterwegs waren. Die Straßen waren teilweise schlecht, aber der Wind hat dem ganzen heute das i-Tüpfelchen aufgesetzt.

Unterwegs habe ich mich noch mit einem schwarzen US-Amerikaner, Rennradfahrer unterhalten können, Mann, sah der gut aus, durchtrainiert, blitzweisse Zähne, rotes Trikot, da können wir bleichen deutschen Kerle denen nicht das Wasser reichen. Cooler Typ, hat extra wegen mir angehalten.

Kurz vor Monterey, ich habe gerade am Strand eine Pause gemacht und mit Steffi telefoniert, ruft von hinten ein weiterer Rennradfahrer mir etwas zu. Ich gehe hin, wir quatschen kurz und er lädt mich zu sich nach Hause ein, das ich dort übernachten kann. Die sind alle so locker drauf hier, das würde es bei uns doch nicht geben. Da ich das Hotel aber schon für die nächsten 2 Tage gebucht hatte und ich mich wie Bolle darauf freue, habe ich abgelehnt und mich bedankt, ansonsten wäre das sicher klasse gewesen.

Das Hotel ist oberhammerklasse, mit Pool...vielleicht „raste“ ich auch nur aus, weil ich die letzten Nächte in State Parks übernachtet habe und so einen Luxus gar nicht mehr gewöhnt bin. 

Monterey selber ist wunderschön, eine Kleinstadt mit Herz und Flair. Ich bin mit dem Rad rumgefahren, war in der Stadt, am Hafen und am Leuchtturm, alles very nice. Heute ist Memorial Day, ein Feiertag, an dem an die Kriegsgefallenen gedacht wird, gleichzeitig ist es aber auch der Tag, an dem der Sommer begrüßt wird, also eine Familiensause. Überall in den Parks hört man Musik, es wird gegrillt, tolle Stimmung überall.

Am Hafen saß ich neben, ich glaube Japaner oder Koreaner, meine Güte, 3 deutsche Frauen, die sich viel zu erzählen haben, können nicht in einer Tour so in einer Geschwindigkeit sprechen, wie die drei, die neben mir saßen😉. 

Wenn mir jemand nach den ersten Tagen gesagt hätte, das die Reise so toll wird, ich hätte es nicht gedacht. Wonderful and great😄.

Mir haben die ganzen Kommentare, die ich lesen konnte, geholfen, ich weiß teilweise nicht von wem, könnte nachschauen, will es aber gar nicht, so steht die Botschaft für sich.

Ich bin total glücklich, so etwas erleben zu dürfen.